Home Herren Das ist der Baggerblues


    Ja, es gab Zeiten, als das "untere Zuspiel" noch "Baggern" hieß und die Annahme mit "Pritschen" oder gar den Füßen einen strengen Ab-Pfiff des Schiedsrichters zur Folge hatte. Vielleicht ein etwas missglücktes Bild für eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, da sich auf der Baustelle bei einem Bagger eine etwas träge, ruckelnde und angewurzelte Bewegung aufdrängt, die wir leider auch häufig so gelöst haben, insbesondere in unserem 2. Spiel gegen die Mannschaft aus dem Hintertaunus, genauer, aus Brandoberndorf. Nun ist das Baggern nicht nur der erste Teil einer abgestimmten Sequenz von Kunstfertigkeiten, sondern es hängt wesentlich auch der Erfolg der Folgeaktionen vom Gelingen dieser Grundlage des Spiels ab. Ein vernünftiger Bagger eröffnet einfach die Palette an Variationsmöglichkeiten, die Genuss auslösen kann.

    Zugegeben, die Brandys haben es uns mit ihren guten Angaben sehr schwer gemacht, vielleicht waren wir auch einfach zu platt nach dem ersten Spiel, das zwar auch verloren ging, aber sehr viel Genuss bereitet hat. In einer 5 / 1 - Formation ohne Wechselmöglichkeit gelang es uns dort, die Anspannung immer hoch zu halten und so gegen den guten USC Gießen mitzuspielen und viele gelungene Spielzüge abzuliefern. Am Ende ein bisschen schade, dass das Ergebnis so klar aussieht.

    Also, trotz 0 : 4 Punkten, 0 : 6 Sätzen und 109 : 150 Satzpunkten ein Sonntag mit viel Bewegung, Spielspaß und Freude, schade, dass hintenraus nicht mehr viel ging. Hier sollten wir uns eine Methode überlegen, um die Körper - und Geistesspannung ins nächste Spiel mitnehmen zu können, also beispielsweise ordentliches Wiederwarmmachen. So kam auch Zuspieler Patrick leider in einer Phase des allgemeinen Abschlaffens vor dem zweiten Spiel mit dazu und konnte dem Ganzen dann auch keine glückliche Wendung mehr geben. Auch das Catering muss im nächsten Heimspiel wieder funktionieren, damit nicht Pizzaduft der pausierenden Spieler den Speichelfluss anregt statt durch Fokussierung Adrenalin freizusetzen. Ergänzung: Dieser Punkt wurde auch im Nachgang stark kritisiert, insbesondere Ralf und Sonja konnten sich mangels Kalorienzufuhr kaum mehr auf den Beinen halten.

    Es spielten und klatschten (in der ungefähren Reihenfolge des Auftauchens in der Halle): Ralf, Erik, Winni, Thorsten, Rapha, Joel, Walerie und Patrick, sowie Sonja, Christiane, Nicole mit Family und Rebecca.