Home Herren Einstellungssache!

    "Mit der richtigen Einstellung geht fast alles" (siehe Bild) könnte unser Motto der abgelaufenen Saison lauten. So auch beim Saisonabschluss mit den beiden Spielen gegen den Gießener SV 2 und den TV Bruchenbrücken 2, beide zu diesem Zeitpunkt zwar noch in der Tabelle hinter uns, die Wetterauer hatten aber die Chance, sollten wir beide Spiele verlieren, uns noch vom 3. Tabellenplatz zu verdrängen. Die Vorzeichen waren nicht gut, statt der zunächst erwarteten 8 oder 9 Kämpen konnten wir zu Spielbeginn 5 Spieler (Dieter, David, Erik, Patrick, Winni), 1 Ersatzspieler (Rapha), 1 Unterstützer (Joel) und diverse Cateringartikel auf der Habenseite verbuchen. Und sofort gerieten wir ins Soll, 23 : 25 im zweiten nach 25 : 23 im ersten Satz und beginnende Ratlosigkeit.

    Die Gießener freuten sich über ihren 6. gewonnenen Satz der gesamten Saison und wir begrüßten mit Sonja unsere erste Zuschauerin.

    Ob's daran lag weiß man nicht, aber es folgten gute 25 : 17 und 25 : 13 zum verdienten Sieg und damit dem gesicherten 3. Platz in der Abschlusstabelle. Auch Micha und Nicole waren mittlerweile zur Unterstützung eingetroffen nebst Rebacca, Mone & friends, die Damen 3 spielten parallel und so war unsere Halle so richtig zum Leben erwacht. Gute Voraussetzungen zum letzten Saisonspiel gegen die Friedberger Vorstädter, schon das Hinspiel war spannend und konnte nur mit einer guten Leistung unsererseits gewonnen werden. Zudem hatten sich die Bruchenbrückener noch auf zwei Positionen verstärkt, sodass ein spannendes Spiel zu erwarten war. Leider, leider hatten unsere Gegner was uns fehlte: Siegeswillen, und sie taten auch alles dazu, ihre Einstellung in die Tat umzusetzen. Kaum hatten wir uns nach der Spielpause wieder unserer eigentlichen Aufgabe zugewandt, stand es 0 : 2 (16 : 25 und 19 : 25) für die motivierten Gegner und die Zuschauer begannen, die Halle zu verlassen. An dieser Stelle sei auf Friedrich Schillers Mahnung verwiesen:

    Von der Stirne heiß
    Rinnen muß der Schweiß,
    Soll das Werk den Meister loben!
    Doch der Segen kommt von oben.

    Genauso kam's denn auch. Unsere Zuschauer inclusive Ralf, der zwischen zwei Fliesen mal kurz herübergeschneit war, hatten Pech. Wir, nicht faul, nahmen nämlich die Sache bzw. den Ball in die Hand und bekamen das Spiel in den Griff. Es folgten zwei schöne Sätze, die wir uns mit 25 : 21 und 27 : 25 im Schweiße unseres Angesichts nahmen und trugen diesen Lauf auch weiter bis zum Seitenwechsel im 5. Satz, den wir noch mit 8 : 3 oder 8 : 4 aus unserer Sicht bestritten. Durch ein paar Selbstzweifel gebremst und mit etwas Pech geschlagen hatten wir dennoch Matchball beim 14 : 13, doch wie gesagt: Der Segen hätte von oben kommen müssen, 14 : 16 im Ergebnis, aber ein tolles Spiel.

    Am Ende wusste man nicht so recht, ob man den vertanen Chancen hinterhertrauern oder mit den beklatschten Highlights glücklich sein sollte, Letzteres bleibt doch meist aber länger im Gedächtnis. So werden wir bald anfangen, wieder von unseren gloreichen Taten der nunmehr vergangenen Saison zu schwärmen, und das ist gut so!