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    Home Mixed Die Letzten ihrer Art ?

    Ein von unbeugsamen Mittelhessen bevölkertes Dorf hört nicht auf Widerstand zu leisten, Widerstand gegen die Übermacht der Trend - und Individualsportarten, des Lifestyle Bodykultes und des narzistischen Konsumierens von Sportarten, deren Halbwertszeiten oft in Monaten zu messen sind.

    Wir haben Zeit. Ein Sonntag ist ein Sonntag und reserviert für zwei Volleyballspiele. Anreise ohne Hetze, Micha gibt die Richtung vor: "Die schönste Strecke soll es sein". Das war nicht zu finden bei den Navi-Einstellungen, folglich ergab sich ein fröhlicher Dialog zwischen Navi, Fahrerin und richtungsweisenden Beifahrern. Hallenöffnung 10:00 Uhr, Ankunft 09:59 Uhr, gemütlicher Trott Richtung Catering, Treffen mit den MannschaftskollegInnen (Ralf hat grob die Menge der verfügbaren Würstchen bereits abgeschätzt): Verpflegung noch nicht erforderlich. Als nächstes wird unter einer offenen Geräteraumtür unsere kleine Taschenburg aufgebaut, Mones Weckmänner und Winnis Rührkuchen mit Sauerkirschen und Dank an Karin entdeckelt. Dann Witterung aufnehmen, schöne geräumige Halle, viele altbekannte MitstreiterInnen der anderen Mannschaften, ein paar Neue, z.B. die VG Birstein. Schon eine halbe Stunde vor Spielbeginn erinnern uns die gastgebenden Birsteiner, uns doch schon mal warm zu machen, ok sie sind etwas jünger ...

    Also auf zum ersten Spiel. Gegen "Bischem", also die altbekannten Bischofsheimer, leider in Bestbesetzung. Trotzdem, bzw. gerade deswegen spielen wir zwei tolle Sätze mit viel Einsatz, Bewegung und Spaß, leider aber auch jeweils mit dieser Durststrecke, sodass beide Durchgänge trotz zwischenzeitlicher deutlicher Führung knapp mit -21 und -22 verloren gehen. Sucht man einen Grund, könnte man unsererseits die vielen verschlagenen Angaben finden ... oder auf Seiten der Nachbarn des Mainspitz Dreiecks deren Flatterdinger, ansonsten ein Spiel auf Augenhöhe. Also blieb ob des guten Spiels die Enttäuschung klein. Ach so, den dritten Satz hatte ich jetzt vergessen zu erwähnen, ok, aber zurecht (-17).

    Mit Muße wird die Zeit bis zum zweiten Spiel des Tages gegen die Gastgeber aus Birstein (Perle des Vogelsberges) zugebracht, Schwätzchen, Schnittchen, nein! kein Schläfchen. Die Neuen aus Birstein zeigen uns schon beim Einschlagen wo der Hammer hängt, Zuspiel im Sprung, Schnellangriff über die Mitte mit Schmackes, richtige Stimmungstöter. Ergeben begibt man sich also in den ersten Satz und lässt dem Schicksal seinen Lauf. Die Fokussierung richtet sich auf das Verlieren, die Konzentration nicht auf das Gelingen der eigenen Aktion: 9:25! Kurze Lagebesprechung in der Pause, Motto "den eigenen Ball gut machen" und "diese schnellen Mittelspielerangriffe verhindern". Ok, manchmal entwickelt es sich wirklich so wie gewünscht und manchmal passieren diese Umschwünge, wo Kleinigkeiten genügen, das riesige Potenzial an Einsatz und Spielfreude freizusetzen, mit dem unser Team bisweilen Großes vollbringt. Mal ein saftiger Block auf dem Mitte, eine Rettungstat am Boden, Konzentration auf die Angabe und mitdenken und mithelfen und mitbewegen. Ein Spaß, wenn's dann läuft. Genau in diesem Zustand reißen wir die nächsten drei Sätze runter und ich glaube Christiane macht dann den Matchball nach -20, -22, -20. Unbedingt verdient!

    Es hüpften und rutschten, täuschten und tricksten, pritschten und schlugen (sich auch mal gegenseitig, die Lippe tut immer noch weh) und schwitzten und drückten die Bank (außer Ralf): Ebendieser, Lena, Mone, Micha, Christiane, Chris, Dieter und Winni.

    Und es endet wie es enden soll: Ein längeres Intermezzo am Würstchenkessel und ein zweites an der (leider kalten) Dusche bevor es wieder Richtung Heimat geht, zwar 4 Sätze verloren und nur 3 gewonnen, aber gefühlter Tagessieger, wenn auch ein müder. Micha, Christiane und Winni besuchen noch Langgöns zum obligatorischen Abschlusskaffee mit Salzweihnachtsplätzchen und Geklöne. Ist doch bereichernder als 1 Stunde auf dem Laufband vorm Fernseher oder Treppensteigen mit Musik.

    Also, auf zum Nächsten!